Das Dialogforum bietet eine innovative Bürgerbeteiligung. Wir begleiten Planung und Bau des gesamten Projektes.
Wir hinterfragen Sinn und Fakten und suchen Lösungen.
Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

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Wir hinterfragen Sinn und Fakten und suchen Lösungen.
Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

JAHRESBRIEF 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Teilnehmer des Dialogforums, des Projektbeirates und der Runden Tische!

Wie kommen wir in Zukunft über den Fehmarnsund? Tunnel mit oder ohne Brücke? 1, 2 oder 3 Brücken? Bohr- oder Absenktunnel? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Nun, unser Runder Tisch hat sich am 18. 12. einvernehmlich für den Erhalt der bestehenden Brücke in Kombination mit einem Absenktunnel ausgesprochen. Ausschlaggebend war der Lärmschutz.

Damit haben wir bewiesen, dass wir selbst bei schwierigen Fragen unter Zeitdruck handlungsfähig sind, wie auch bei unserem Akzeptanzpaket zum übergesetzlichen Lärmschutz. In buchstäblich letzter Minute ist es gelungen die Matrix fertigzustellen, damit Minister Buchholz das Paket am 10. April in illustrer Runde dem Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, überreichen konnte. So konnte sichergestellt werden, dass das Verkehrsministerium unsere Vorschläge zusammen mit seiner Vorlage dem Verkehrsausschuss vorlegt. Im September warb der Projektbeirat unterstützt von MP Günther, PStS Hagedorn und MdB Gädechens in Berlin für unsere Vorschläge. Die Resonanz unter den Bundestagsabgeordneten war positiv. MdB Lühmann hat sich sogar bereit erklärt, Gespräche zu der noch offenen Forderung Bad Schwartaus zu führen. Diese sind noch nicht abgeschlossen, so dass sich der Verkehrsausschuss noch nicht befasst hat, und unsere Forderungen noch nicht in den Haushalt 2020 aufgenommen werden konnten.

Am 18. November hatte der Projektbeirat „hohen Besuch“ in Ratekau. Pat Cox, EU-Koordinator für die Transeuropäischen Netze schilderte uns seine Sicht der Dinge. Er ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit der dänischen Seite zur Verwirklichung des Tunnels.

Im Oktober hatte der Bundesrechnungshof seinen Bericht vorgelegt, vor Kostensteigerungen gewarnt und eine Neubewertung dahingehend gefordert, dass zunächst eine sparsamere Version der Schienenanbindung verwirklicht werden sollte. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat hierzu mit Beschluss vom 24. 10. eine diplomatische Formulierung gefunden: Kenntnisnahme mit Bitte an die Bundesregierung, auf eine „kostengünstige“ Realisierung hinzuwirken und dabei unsere Forderungen „in angemessener Form zu berücksichtigen“.

Insgesamt sind wir also auf gutem Wege aber noch nicht am Ziel. Auch für 2020 bleibt genug zu tun. Ich danke Ihnen und Ihren Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Horst Sieverling, der Ende des Jahres die Führung der Geschäftsstelle an Horst Weppler übergibt.

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Fest, glückliches Neues Jahr und ein wenig Muße „zwischen den Jahren“
Ihr Christoph Jessen