Das Dialogforum bietet eine innovative Bürgerbeteiligung. Wir begleiten Planung und Bau des gesamten Projektes.
Wir hinterfragen Sinn und Fakten und suchen Lösungen.
Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

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Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

Wolfgang Lau – 24.03.2013

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsstelle „Dialogforum feste Fehmarnbeltquerung“,
als gebürtiger Lübecker (Jahrgang 1955) hielt ich mich in den 70er und 80er Jahren sehr viel in den Urlaubsorten, wie Niendorf, Timmendorfer Strand oder auch Scharbeutz in der Kammer, vor allem natürlich am Strand auf. Ich besaß damals schon 2 Surfbretter und war damals ein begeisteter Surfer, manchmal fuhr ich sogar hoch bis zum Lenster Strand, um dort zu baden und zu surfen. Genauso gern mochte ich aber auch das Hinterland von den ganzen Badeorten und genoß als junger Mann die damals noch unberührte Natur. War übrigens auch viele Jahre Mitglied im WWF und NaBu und bin allein schon aus meiner Grundeinstellung zur Natur, strikt gegen den Bau der festen Fehmarnbeltquerung. Ich sehe genauso wie Sie eine große Gefahr für den Tourismus in Ostholstein. Nach dem Bau der Beltquerung, würden wir mit Sicherheit mehr zu einem Transitland für den Güterverkehr (Schiene und Straße) verkommen. Allein schon dieser Aspekt sollte alle Hoteliers und Restaurantbesitzer aufschrecken lassen. Gerade Ostholstein und Fehmarn leben zum größten Teil vom Tourismus und wenn der dann wegbricht, werden wohl für so manchen Hotel- und Gaststättenbetreiber die Lichter ausgehen – Insolvenzen und Geschäftsaufgaben werden rapide steigen, mit der Konsequenz, dass dadurch natürlich auch viele Arbeitsplätze wegfallen würden und das bedeutet wiederum für Ostholstein, wie auch für Fehmarn, Steuerausfälle in Millionenhöhe. Davon bin ich, Wolfgang Lau, wohnhaft in 23554 Lübeck, Vorwerker Str. 74 D, felsenfest überzeugt. Morgen, am Freitag, den 22. März 2013, werde ich dem Bürgermeister von Lübeck, Herrn Bernd Saxe, persönlich ein Schreiben überreichen, indem ich die Gründe gegen den Ausbau der Bahntrasse, sowie gegen den Bau der festen Beltquerung nennen werde. Da ich Herrn Bernd Saxe auch persönlich kenne, habe ich auch keinerlei Scheu, ihm solch ein Schreiben selbst auszuhändigen … auch wenn ihm das nicht schmecken mag. Gott sei Dank leben wir ja in einem Staat, der Meinungs- und Pressefreiheit, die fest in seinem Grundgesetz verankert hat, und dies bereits schon seit 1949. Herrn Bernd Saxe lernte ich übrigens durch meine Tätigkeit als Privatsekretär von Herrn Hans-Lothar Fauth, Lübeck, kennen. Herr Fauth war unter anderem Träger des großen Bundesverdienstkreuzes am Bande, Ehrenbürger und Senator h.c. von Danzig, und Träger des Polonia Restituta Ordens, der höchsten polnischen Auszeichnung, die ein Mensch in Polen erlangen kann. Zu seinen Freunden zählten u.a. auch der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Edmund Stoiber aus Bayern, sowie Hans-Olaf Henkel, damals noch BDI Präsident. Über 10 Jahre lang machte ich den gesamten Schriftverkehr für das Büro Fauth. Mein damaliger Chef, Herr Fauth, verstarb letzten Jahres am 08. Januar 2012.
Dies nur mal so als kurze Hintergrundinfo für Sie …
Ich hoffe, dass genügend Stimmen zusammen kommen, um den Bau dieses Projekts zumindest erst einmal zu verzögern und vielleicht auch schon aus Kostengründen ganz zu verhindern.
Den größten Vorteil dieser Anbindung hätten ohnehin nur die Schweden, die dann ja in großen Mengen ihr Eisenherz recht billig nach Deutschland bzw. Mitteleuropa transportieren könnten. Für die paar Touristen, die von Deutschland Richtung Skandinavien fahren, würde sich solch ein teures Projekt nicht im Geringsten lohnen bzw. rentieren. Dies wurde, wie immer in solchen Fällen, nur schöngerechnet, um es den Leuten hier auch schmackhaft zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Lau
Wolfgang Lau – 24.03.2013
Redaktion – 24.03.2013