Das Dialogforum bietet eine innovative Bürgerbeteiligung. Wir begleiten Planung und Bau des gesamten Projektes.
Wir hinterfragen Sinn und Fakten und suchen Lösungen.
Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

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lolo – 23.03.2013

Heiliger St. Florian, schütz mich vor Lärm, deck andere ein!

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ostholstein formieren sich Bürgerinitiativen,um drohendes Lärmunheil von sich fernzuhalten.
Güterzüge sollen bald auf der Bestandstrasse von Puttgarden in Richtung Lübeck rollen. Das ist sicher mit Lärm und Erschütterungen verbunden. Die Bürgerinitiativen und Kommunen fordern eine alternative Trasse für den Güterverkehr.
Eine andere Bahntrasse als die vorhandene mag eine menge Probleme lösen. Jedoch , der Lärm wird nur verschoben , und dann trifft es eben andere. Und mal über den Tellerrand gesehen: Die Güterzüge werden sicher weiter fahren als bis Lübeck oder Hamburg und auch dort lärmen!
In der Luftfahrt wurden schon in den 1970ger Jahren Landegebühren / Flughafennutzungsgebühren eingeführt, die sich an den Lärmemissionen der Flugzeuge festmachten. Dies führte zu einer rasanten Entwicklung in leise Triebwerke und zu lärmmindernden Technniken und Verfahren.
Die VDI-Nachrichten.com Ausgabe 11/2009 vom 13.3.09 schreibt in dem Artikel „Höhere Trassengebühr für lärmende Eisenbahn“ ausführlich über dieses Thema.
Die Deutsche Bahn DB Netz erhebt für die Nutzung der Bahntrassen eine Gebühr. Das Regelwerk hierfür ist das Trassen Preis System TPS. Dieses Regelwerk kennt keine lärmabhängigen Komponenten. Da hier Nachbesserungsbedarf erkannt wurde, wurde zum 9.12.2012 das La TPS (Lärm abhängiges Trassen Preis System) erlassen. Dieses ist ein Bonussystem für Betreiber, die ihre Güterwagongs mit bestimmten lärmmindernden Bremsbelegen ausrüsten. Die La TPS vom 9.12.2012 greift zu kurz.
Zukunftsweisend sollte ein Trassen Preis System so gestaltet sein, das für laute Züge hohe Trassenpreise und für leise Züge geringe zu entrichten sind. Wie die Betreiber die technische Seite hierzu lösen, sollte Sache der Betreiber und der Ingenieure bleiben. Ein solches Entgeldsystem kann entsprechend dem erreichten Fortschritt kontinuierlich/fortlaufend angepasst werden und somit immer wieder Anreiz zu noch leiseren Lösungen bieten.
Des gleichen müssen Erschütterungen, die vom Bahnverkehr ausgehen, einbezogen werden.
Dieser Weg wäre sozial.
Trassenverschiebungen sind immer nur für einige ein Segen. Für dann neue Betroffene unsozial.
Lokale Lärmschutzmaßnahmen verschlingen viel Geld, wirken nur dort, wo sie installiert wurden und die Lärmquelle bleibt unverändert.

Wann fließt dieser Gedanke in die Diskussion ein?
Ist diese Art der Problemlösung unvorstellbar?
Ist die Logistikbranche so mächtig, dass sie solche Lösungen verhindern kann?
lolo – 23.03.2013
– 24.03.2013