Das Dialogforum bietet eine innovative Bürgerbeteiligung. Wir begleiten Planung und Bau des gesamten Projektes.
Wir hinterfragen Sinn und Fakten und suchen Lösungen.
Bei uns werden Betroffene zu Beteiligten.

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Deichgraf – 07.02.2013

Die BI Ratekau fordert: Keine Güterzüge durch die Gemeinde. Soweit so gut. Gleichzeitig will die BI aber auch keine alternative Trasse. Wie stellt sich die BI den Transport der Menschen und Güter von Nord nach Süd (und umgekehrt) denn dann vor, wenn die Querung gebaut ist?
Deichgraf – 07.02.2013

Vielen Dank für Ihre Frage zur Haltung der BI Ratekau wehrt sich – keine Güterzüge durch unsere Gemeinde zumThema Güterverkehr.
Zunächst möchte ich klarstellen: Wir sind keine Bahngegner. Als umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger unterstützen wir die Forderung nach Umlagerung von Güterverkehr „von der Straße auf die Schiene – von der Schiene auf das Schiff“.

Allerdings sind die meisten von uns Gegner von prestigeträchtigen Großprojekten deren wirtschaftlicher Nutzen sich in märchenhaften Versprechungen für die Zukunft darstellt, bisher aber noch nicht belastbar nachgewiesen wurde. Mit dem Bau einer Festen Fehmarnbeltquerung und dem dann notwendigen Aus-/Neubau der Schienenhinterlandanbindung wird kaum neuer Güterverkehr generiert, sondern hauptsächlich das bestehende Frachtaufkommen umgelagert. Es gibt bereits eine funktionierende Güterbahnverkehrstrasse über Flensburg und den Großen Belt, ebenso wie eine Schiffsverbindung über den Fehmarnbelt. Man muss doch ernsthaft die Frage stellen, ob diese Verschiebung ein so großes Maß an Zerstörung von Natur und Umwelt rechtfertigt.

Unabhängig von diesen grundsätzlichen Erwägungen sind derzeit Bestrebungen von Land und Kreis im Gange, die sich als brandgefährlich für alle Orte/Gemeinden im Untersuchungskorridor erweisen, die sich nicht mit dem schönen Titel „Bäderort“ schmücken können, weil sie nicht direkt an der Küste liegen. Das heißt nicht, dass sie keine wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Schäden zu befürchten haben. Das heißt einfach nur: Es sind keine Bäderorte, also für die Durchführung möglicher Schienentrassen freigegeben.
Wir von der BI Ratekau wehrt sich – keine Güterzüge durch unsere Gemeinde lehnen es ab, durch eigene Trassenvorschläge andere Orte/Gemeinden zu belasten. Es ist nicht die Aufgabe von uns Betroffenen, Überlegungen zu möglichen Trassenverläufen anzustellen. Das können wir gar nicht, dafür gibt es Fachleute. Einfach einen Strich über die Landkarte ziehen und sagen: „Prima, hier wird es gehen, ist auf alle Fälle weit genug von uns weg“, das machen wir nicht. Wir belasten nicht andere mit dem, was wir für uns selbst nicht akzeptieren können!
Außerdem sind wir davon überzeugt, dass der Vorhabenträger DB AG, Bund und Land, die alle versprochen haben, die Hinterlandanbindung siedlungsfern und sozialverträglich zu realisieren, dies dann auch tun sollten. Bisher sind sie ihrem eigenen Anspruch leider nicht gerecht geworden. Die vorgeschlagenen und untersuchten Trassenführungen sind nicht siedlungsfern und sozialverträglich also für ganz Ostholstein völlig inakzeptabel!

Antwort von Kerstin Fischer, Sprecherin der BI Ratekau wehrt sich – keine Güterzüge durch unsere Gemeinde
11.02.2013